Top-Leistung bei kreativer Studioarbeit
Mannheimer Akkordeon -Orchester
spielt Werke von Adolf Götz für CD ein
Die Studioaufnahmen vom 3. bis 5. Oktober 2008 in den „Prisma-Studios" in Schorndorf bildeten einen Höhepunkt im bisherigen musikalischen Jahresverlauf des Handharmonika-Vereins Rheinklang, Mannheim-Rheinau.
Für die vom Verlag Karthause-Schmülling neu geschaffene Editionsreihe accordeon focus (eine „book'n'sound-Edition", die sowohl Buch und CDs umfaßt), sollten sieben ausgewählte Werke des bekannten Komponisten unter professionellen Bedingungen eingespielt werden. (Siehe auch die Anzeige in dieser INTERMUSIK-Ausgabe, im speziellen zum Thema: „Adolf Götz - Meisterwerke für Akkordeonorchester'; Seite 9)
Dieses außergewöhnlich ambitionierte Projekt bedeutete ein Dreivierteljahr intensiver, musikalischer Arbeit, die als Vorbereitungszeit hinter dem Mannheimer Orchester und seiner Leiterin, Liane Weber, lag, ehe man nun Anfang Oktober ins Studio gehen sollte. Nun galt es, die erarbeiteten Werke in ihrer interpretatorischen Ausrichtung und spielerischen Beherrschung auf den Punkt genau abzurufen.
Das sehr gut ausgestattete Studio mit exzellenten Toningenieuren auf der einen sowie ein hervorragend vorbereitetes Orchester auf der anderen Seite waren von vornherein Garant für die musikalische Qualität der Aufnahmen. Bereits nach kurzen Anspielproben konnte man hochkonzentriert und mit spürbarer Freude an die Arbeit gehen.
Schwierige technische und rhythmische Passagen wurden mit spielerischer Brillanz gemeistert. Die klangliche Vielfalt der Götz'schen Kompositionen wurde vom Orchester, dank der professionellen und sensiblen Arbeit der Orchesterleiterin, facettenreich und gefühlvoll in all ihren Nuancen dargestellt.
Das Orchester präsentierte sich in so guter Form, daß bereits am ersten Tag drei der sieben Werke komplett eingespielt werden konnten. Es versetzte selbst den Tonmeister des Studios, der auch für das SWR-Fernsehen tätig ist, in begeistertes Erstaunen.
Während der drei Tage herrschte sowohl im Studio als auch außerhalb, in der kurz bemessenen Freizeit, eine stets lockere und freundliche Atmosphäre. Die Zusammenarbeit zwischen den Toningenieuren, dem Produzenten und der Dirigentin war vorbildlich und übertrug sich im positivsten Sinne auch auf das Orchester.
Trotz konzentrierter Arbeit fand man sich abends in bester Laune beim gemeinsamen Abendessen ein und hatte bei dem einen öder anderen Gläschen Trollinger Wein Zeit genug, die Erlebnisse des Tages Revue passieren zu lassen. Fast bedauerte man es, als es am Sonntagmittag hieß, daß alle Aufnahmen „im Kasten" sind.
Einen ersten Höreindruck der CD konnte sich bereits auch der Komponist der eingespielten Werke, Adolf Götz, machen. Davon restlos begeistert gipfelte sein Dank dem Orchester gegenüber in der Erklärung: „Ich habe immer gewußt, daß ihr ein sehr gutes Orchester seid, aber nun spielt ihr in einer anderen, noch höheren Liga.“
Ein weiterer Höhepunkt und Schlußpunkt des musikalischen Jahres des Handharmonika-Vereins Rheinklang ist das Konzert am 9. November 2008 in Mannheim-Neckarau aus Anlaß des 70. Geburtstages von Adolf Götz, bei dem der Komponist persönlich anwesend sein wird. Dabei wird das Orchester die auf der CD . eingespielten Stücke zu Gehör bringen. Kartenreservierung und -verkauf über sowie weitere Informationen im Internet unter www.hhv-rheinklang.de
Mit voller Konzentration - und Begeisterung - bei den Aufnahmen im Tonstudio.
Intermusik: Ausgabe November 2008